Grüne Energie macht den Strom teuer

Noch hat Öko-Strom ein gutes, weil „grünes“ Image, doch der Solarboom fordert seinen Preis: Schon nächstes Jahr wird der Strom um zehn Prozent teurer. Das ist auch der Subventionsgier der Solarlobby zuzuschreiben. Der Unmut wächst – nicht nur bei Verbraucherschützern.

Von Konrad Mrusek

11. Juli 2010

Die Sonne schickt keine Rechnung, behaupten Solar-Lobbyisten. Doch höhere Kosten für erneuerbare Energien werden im kommenden Jahr den Strom erheblich verteuern. „Die Strompreise dürften 2011 um mindestens 10 Prozent steigen“, sagte Manuel Frondel, Energieexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Bürger und Unternehmen zahlen über ihre Stromrechnung den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Belastung durch diese Ökoumlage steigt trotz der jetzt vom Bundesrat beschlossenen Kappung der Solarförderung noch einmal deutlich, wie auch Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin erwartet. Der wichtigste Grund ist, dass die Erzeugungskapazität dramatisch wächst.

Spätestens 2011 werden die Bürger die Folgen des Solarbooms auf der Stromrechnung sehen, prophezeit Krawinkel. Er schätzt, dass sich die Umlage für erneuerbare Energien auf vier Cent je Kilowattstunde verdoppelt, was für einen Haushalt mit durchschnittlichem Stromverbrauch 14 Euro monatlich wäre.

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